Verpuffung in leerstehendem Wohnhaus – Feuerwehr übt unter realistischen Bedingung

11.06.2022 Sittensen (as). Kürzlich trafen sich die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Sittensen und Lengenbostel zu einer gemeinsamen Übung in Sittensen. Atemschutzwart Torben Stemmann und Gruppenführer Florian Dames hatte sich einiges einfallen lassen.

Das Szenario war wie folgt. In einem leer stehenden Wohnhaus kam es zu einer Verpuffung. Im Keller war eine starken Rauchentwicklung zu erkennen. Ob sich Personen im Gebäude befanden, war unklar. Da ein Pkw vor dem Haus stand, wurde dies vermutet.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte machten sich drei Trupps unter Atemschutz auf dem Weg ins Gebäude. Die Haustüren und eine Kellertür mussten mittels Brechwerkzeug aufgebrochen werden. Bei der anschließenden systematischen Suche konnten drei Personen gefunden werden und durch die Feuerwehr gerettet werden. Das Feuer wurde in einem Kellerraum lokalisiert. Plötzlich kam es dann noch zu einem Atemschutznotfall. Ein Atemschutzgeräteträger war plötzlich nicht mehr ansprechbar. Nach Absetzen des „Mayday“-Spruchs durch den verbliebenen Truppführer wurden durch den Einsatzleiter sofort die beiden Sicherheitstrupps aktiviert und zur Rettung in den Keller geschickt.

Nachdem die Einsatzkraft mit vereinten Kräften nach draußen gebracht wurde, gingen die beiden Trupps zurück ins Objekt, um die finale Absuche und Brandbekämpfung durchzuführen.

Das besonders schwierige an der Übung war das Aufbrechen der massiven Haustüren unter Sichteinschränkungen und teilweise räumliche Enge. Sowie das Vorgehen in den verwinkelten Räumlichkeiten unter Nullsicht mit gefüllten Schläuchen.

Bei der Nachbesprechung war klar, dass es eine anstrengende, aber gelungene Übung war. Auch Samtgemeinde-Atemschutzwart Johann Pils machte sich ein Bild. Er gab ergänzende Hinweise für zukünftige Einsätze.

Die Feuerwehr bedankt sich bei der Firma Poort aus SIttensen, welche das Objekt zur Verfügung gestellt haben. Hier konnte wirklich realitätsnah geübt werden, da Türen beschädigt und mit Wasser vorgegangen werden durfte. Wenn jemand ein zum Abriss stehendes Objekt zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne bei der Feuerwehr melden.

 

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Florian Rotenburg